Wachsen oder weichen?

Presseerklärung

Der Facheinzelhandel steht seit Jahren vor drängenden Herausforderungen im ständigen Konkurrenzkampf mit Billiganbietern, Discountern und dem Onlinehandel.

Susanne Menge, Bürgermeisterkandidatin, war zu Besuch bei Blumen Brunke. „Ich habe unseren Familienbetrieb ständig erweitert und das Sortiment ausgedehnt. Das heutige Angebot geht inzwischen weit über Pflanzen und Floristik hinaus.“ so Inhaber Martin Röper.

Ausbildungsplätze zu schaffen und zu erhalten, vernünftige Löhne zu zahlen, sich der Region verpflichtet zu fühlen – alles das heißt, die Gemeinschaft und gleichzeitig die Region zu stärken. Mit Blick auf globale Giganten, die sich der gesellschaftlichen Verantwortung entziehen, müssen Kommunen Gegenstrategien entwickeln, die es den kleinen und mittelständischen Unternehmen erlaubt, inmitten dieses harten Konkurrenzkampfes gut zu existieren. „Der Beruf Florist stirbt sonst aus. Schon jetzt sind von den sieben Schülern in der Berufsschulklasse die Hälfte aus dem Unternehmen Blumen Brunke. Irgendwann stehe auch ich vor dem Problem, keine Leute mehr zu finden, wenn wir nicht weiterhin ausbilden“.

Ein Unternehmen mit 20 Mitarbeitern zu leiten und zu organisieren ist im heutigen Markt nicht einfach. Bei vielen Kollegen von Röper wird der Generationswechsel nicht mehr stattfinden. Die Ansprüche des Konsumenten und damit der ständige Druck, günstig zu sein, up to date zu gestalten, Erlebnisse beim Einkaufen zu schaffen – „Irgendwann schafft man das nicht mehr, oder man hat keine Lust mehr, weil der Kunde die Tulpen lieber im Supermarkt kauft. Service und Qualität kosten eben mehr.“ Röper erhofft sich Anstöße aus der Politik und insbesondere für die Region.

LarsWirnhier
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