Fahrrad-KlimaTour mit Susanne Menge

Presseerklärung

Sonne begleitete die knapp 30 Radler*innen, die sich auf ihren Drahtesel geschwungen hatten und Winsens Fahrradfreundlichkeit testen wollten.

Susanne Menge, Bürgermeisterkandidatin für Winsen, begrüßte die Teilnehmenden auf dem Schlossplatz und verteilte zur besseren Orientierung für den kritischen Blick auf die Fahrradinfrastruktur der Stadt Winsen den Anforderungskatalog der Landesarbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen 2019. Mit Olga Bock hatte die große Gruppe eine sachkundige Führerin, die an brisanten Stellen Stellung bezog zu baulichen Maßnahmen auf Kosten der schwächeren Verkehrsteilnehmer*innen.

Erste große Schwierigkeiten erfuhr die Radgruppe bereits in der Bahnhofstraße: Von rücksichtslose Autofahrer*innen wurden sie gefährlich geschnitten, Busse und Lkw im Begegnungsverkehr zwangen die Radler auf den Gehweg und eine Baustelle gefährdete die Fahrradfahrenden zusätzlich. „Dass auf dieser Straße die ehemaligen und nicht ordnungsgemäßen weißen Randstreifen nun geschwärzt wurden und sich wieder eine Mittellinie durch die Straße zieht, ist herausgeschmissenes Geld.“ so Susanne Menge. Regelmäßig wurden Radwegebreiten nachgemessen und die Gruppe musste feststellen, dass weder Radwegebreiten, noch Aufstellflächen an Kreuzungen z.B. die vorgeschriebenen Maße aufwiesen.

Olga Bock beim NachmessenGefahrensituationen vor Schulen durch rückwärts fahrende Pkw sowie durch zig Ein- und Ausfahrten entlang der Strecke wurde die Unfallgefahr besonders für Kinder sogar noch erhöht, wetterte Olga Bock, deren Eingaben und Kritik nicht dazu geführt haben, in der Verwaltung Einsichten zu erzeugen. Im Gegenteil. Die kritische Radler*innengruppe war sich einig, dass Radfahren in Winsen keinen Spaß mache, es laut Anforderungskatalog an allen Ecken an vernünftiger Planung im Sinne des Radverkehrs fehle und überall Kollisionen zwischen Fuß- und Radverkehr sowie zwischen Rad- und Pkw-, Bus- und Lkw-Verkehr in Kauf genommen wird.

Susanne Menge, die in der Bewertungskommission für fahrradfreundliche Kommunen mitgearbeitet hat, lenkte den Blick auf Unfallstatistiken und Kinder im Straßenverkehr: „Ich kann gut verstehen, dass Eltern unter diesen Bedingungen ihre Kinder nicht gerne allein auf dem Rad durch die Stadt schicken. Hier fehlt ja sogar eine Kultur des fairen und rücksichtsvollen Umgangs miteinander. Autofahrende glauben, die Straße gehöre ihnen.“ Hupende, überholende Pkw waren deshalb nicht selten ungeduldige Gefährder der Radgruppe. „Hier fehlt komplett ein Bewusstsein für den Radverkehr als gleichberechtigtem Verkehrsanteil auf der Straße.“ Menge will im Falle ihres Wahlsieges unverzüglich die Themen Fuß- und Radverkehr mit dem Ziel eines fuß- und fahrradfreundlichen Winsens umsetzen.

Fahrrad-KlimaTour

LarsWirnhier
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