Für unsere Kinder

Presseerklärung

Podiumsdiskussion zum Thema „Was tun Sie für unsere Kinder in Kitas und Schulen?“

„Gestalten – nicht verwalten!“ mit diesen Worten fasste ein bekannter Winsener Unternehmer am Ende der o.a. Podiumsdiskussion seine Erwartungshaltung an die zukünftige Politik bei der Kinderbetreuung in den Kitas und Schulen zusammen.

Während der jetzige Bürgermeister André Wiese die konkreten und kritischen Fragen aus den Stadtelternräten der Schulen und Kitas sowie aus den Kreisen der Zuhörer*innen damit beantwortete, dass Winsens KiTa-Politik gut sei und so fortgesetzt würde, stellte Susanne Menge wiederholt das Thema in breitere bildungs- und sozialpolitische Zusammenhänge.

Familienfreundlichkeit, mit der die Stadt Winsen derzeit wirbt, zeichnet sich ihrer Meinung nach in erster Linie durch die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Kindererziehung aus. Dies müsse von Seiten der Stadt im Sinne einer Serviceagentur transparent organisiert werden, um die Familien bei der Erziehung im Sinne des Kindeswohls zu unterstützen und zu entlasten.

Insbesondere bei Kindern mit besonderen Unterstützungsbedarfen müsse die Kommune nach ihrer Auffassung auch das Land und den Landkreis mehr in die Pflicht nehmen. Das Thema „Inklusion“ bedürfe einer breiten Verankerung. Susanne Menge nannte in diesem Zusammenhang den Index für Inklusion, durch den die auf dieses Thema spezialisierte Montagstiftung Kommunen und Schulen konkrete Hilfestellungen für die Umsetzung aufzeigt.

Überhaupt, führte Susanne Menge weiter aus, müssten die Probleme in einem breiteren sozialpolitischen Kontext gedacht werden. So könnten die Personalprobleme in den Bildungseinrichtungen nur gelöst werden, wenn bezahlbarer und attraktiver Wohnraum für junge Erzieher*innen, Sozialpädagog*innen und Lehrer*innen vorgehalten würde. Im Zuge von Kooperationen mit Universitäten könne man junge Arbeitnehmerinnen an Winsen binden.

Leider wirkte sich das enge Korsett der vorgegebenen Fragen und die unflexible Zeitvorgabe von jeweils zwei Minuten Redezeit pro Antwort für eine offene Debatte zwischen den beiden Kandidaten eher hinderlich aus. Deshalb wäre eine weitere Begegnung zwischen Susanne Menge und André Wiese wünschenswert, denn es gibt noch zahlreiche Themenbereiche, in denen sie ihre jeweiligen Ziele und Schwerpunkte deutlich machen und damit die Wahl zwischen Weiter so und frischem Wind für Winsen erleichtern können.

LarsWirnhier
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