Menge macht’s klimafreundlich!

Presseerklärung

Unter diesem Motto traf sich ein hochkarätig zusammengesetztes Podium am 29. April im Marstall.

„Endlich wird das Thema Klimaschutz hier unter den zusammenhängenden Gesichtspunkten wie Verkehr, Energie- und Wärmewende diskutiert.“, so ein Besucher.

Frau Behrens, Geschäftsführerin des Winsener Unternehmens E-Cap Mobility sowie ihr Kollege Wagemann
Frau Behrens, Geschäftsführerin des Winsener Unternehmens E-Cap Mobility sowie ihr Kollege Wagemann

Ganz konkret lautet das Klimaziel: Minus 95% CO2 bis 2050. Frau Behrens, Geschäftsführerin des Winsener Unternehmens E-Cap Mobility sowie ihr Kollege Wagemann erläuterten die aktuelle Diskussion über Elektromobilität und den Wasserstoffantrieb. „Elektrobatteriebetriebene Pkw können nur eine Zwischenlösung sein,“ schob Behrens ein. „Die Zukunft liegt ganz klar in der Wasserstoffproduktion.“ Wagemann und Behrens nannten diverse kommunalpolitische Ansätze für eine zu verbessernde Klimabilanz: „Der Fuhrpark einer Kommune kann umgerüstet werden, Bürgermeister*innen selbst können Vorbilder bei der Wahl ihres Dienstfahrzeugs sein, aber auch Sharing-Konzepte für die Wohngebiete sind einzubeziehen.“ Herr Grimm, Teamleiter Stadtwerke Winsen,

Herr Grimm, Teamleiter Stadtwerke Winsen
Herr Grimm, Teamleiter Stadtwerke Winsen und im Hintergrund Dr. Julia Verlinden

erhofft sich zukünftig eine nachhaltige und langfristig haltbare Planung für Wohn- und Gewerbegebiete: „Wenn wir ein Blockheizkraftwerk aufbauen wollen und Abnehmer*innen suchen, finden wir diese gar nicht, weil die Grundstücke bereits komplett ans Erdgasnetz angeschlossen sind.“

Julia Verlinden
Dr. Julia Verlinden, energiepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Dr. Julia Verlinden, energiepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, griff dieses Stichwort auf und plädierte für den verschärften Blick auf die notwendige Energiewende: „Die Energiewende vor Ort ermöglicht dezentrale Wertschöpfung unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. So kann auch Winsen seinen Klimaschutzbeitrag leisten. Mehr als die Hälfte des Endenergieverbrauchs geht drauf für Wärme und Warmwasser. Auch hier liegt zur Erreichung der Klimaziele ungeheures kommunalpolitisches Potenzial.“ Verlinden stellte das Konzept der grünen Bundestagsfraktion „Faire Wärme“ vor. Bezahlbares Wohnen und Klimaschutz – das geht für Grüne Hand in Hand.

Kostensteigerungen im Energiesektor seien in den kommenden Jahren zu erwarten, sodass es sich für alle Hausbesitzer*innen lohne, die nächste Sanierung gut vorzubereiten: „Meistens fällt die Heizung zwischen Weihnachten und Neujahr aus. Suchen Sie vorher nach Alternativen, um einen Plan für den Sanierungsfall zu haben. Der Bund fördert entsprechende Investitionen.“

LarsWirnhier
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